Machine Gun Fury Review

Machine Gun Fury Preview

Veröffentlichung: 20. März 2026

 

Entwickler: Reset Games LTD

Plattformen: Nintendo Switch, Steam, Xbox Series S/X Playstation 4/5

Herausgeber: ESDigital Games

Getestet: Nintendo Switch 2

 

Machine Gun Fury – Kugelhagel ohne Pause

Manchmal braucht es keine große Story, keine offenen Welten und keine unnötigen Systeme. Manchmal reicht ein Maschinengewehr, ein Bildschirm voller Gegner und das Wissen: Hier wird einfach alles weggeballert. Genau das ist Machine Gun Fury – ein kompromissloser Arcade-Shooter, der sich klar an Klassikern wie Contra oder Ikari Warriors orientiert.

 

Und das merkt man sofort.

 

Denn hier gibt es keine Deckung, keine taktischen Spielchen und keine langen Erklärungen. Du ziehst mit mehreren spielbaren Charakteren in den Kampf und arbeitest dich durch verschiedene Regionen voller Gegnerwellen, Explosionen und Bosskämpfe. Alles ist auf Tempo ausgelegt – stehen bleiben ist keine Option.

Grafik

Optisch setzt das Spiel auf einen klaren Retro-Look mit Pixelgrafik, die bewusst an die 8- und 16-Bit-Ära erinnert. Gleichzeitig sorgen moderne Effekte wie Explosionen, Partikel und dynamische Lichteffekte dafür, dass das Ganze nicht komplett altbacken wirkt. Gerade wenn der Bildschirm voller Gegner ist und alles gleichzeitig explodiert, entsteht dieses typische Arcade-Chaos, das man so heute nur noch selten sieht.

 

Die Charakterdesigns sind bewusst überzeichnet und bedienen sich klassischer Actionfilm-Klischees – muskelbepackte Soldaten, knallharte Kämpferinnen und das Gefühl, mitten in einem spielbaren 80er-Jahre-Actionstreifen zu stecken. Das passt hervorragend zum Gesamtbild und unterstreicht den Stil konsequent.

 

Allerdings zeigt sich nach einiger Zeit auch die Kehrseite: Die Umgebungen wirken oft ähnlich, Details wiederholen sich und echte visuelle Höhepunkte bleiben eher die Ausnahme. Es ist funktional und stimmig – aber eben nicht beeindruckend.

Sound & Musik

Beim Sound wird genau das geliefert, was man sich von einem Spiel wie diesem erwartet: Dauerfeuer, Explosionen und eine permanente Geräuschkulisse, die keine Sekunde zur Ruhe kommt. Jeder Schuss hat Wucht, jede Explosion klingt satt, und das sorgt dafür, dass sich das Geschehen jederzeit druckvoll anfühlt.

 

Der Soundtrack orientiert sich klar an klassischen Arcade- und C64-Sounds und treibt das Gameplay konstant nach vorne. Er erfüllt seinen Zweck, sorgt für Tempo und unterstützt das Geschehen zuverlässig, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

 

Genau hier liegt aber auch das Problem: Es fehlt dieser eine Moment, dieser Track oder dieser Sound, der hängen bleibt. Alles passt – aber nichts sticht wirklich heraus. Es ist eher ein funktionierender Begleiter als ein echtes Highlight.

 

 

Gameplay & Steuerung & Spielzeit

Hier spielt Machine Gun Fury seine größte Stärke aus. Das Gameplay ist schnell, direkt und kompromisslos. Du bewegst dich durch die Level, weichst Angriffen aus und schießt im Dauerfeuer alles nieder, was sich dir in den Weg stellt. Das Ganze funktioniert sowohl in klassischen Side-Scrolling-Abschnitten als auch in Passagen mit anderer Perspektive, was zumindest ein bisschen Abwechslung reinbringt.

 

Gelegentlich steigst du auch in Fahrzeuge wie Panzer oder Boote, was das Spielgefühl kurzzeitig verändert und für kleine Highlights sorgt. Diese Momente lockern das Geschehen auf, ohne das Grundprinzip zu verändern.

 

Die Steuerung ist dabei angenehm präzise und reagiert zuverlässig, was bei diesem Tempo auch absolut notwendig ist. Nach kurzer Zeit stellt sich dieser typische Arcade-Flow ein – man ist drin, reagiert intuitiv und denkt nicht mehr groß nach.

 

Langfristig zeigt sich aber auch hier die Schwäche: Viele Abläufe wiederholen sich, Gegnertypen variieren nur begrenzt und neue Ideen werden eher sparsam eingesetzt. Das Spiel lebt komplett von seinem Kernprinzip – und das trägt, aber eben nicht endlos.

 

Machine Gun Fury ist im übrigen kein Spiel, das dich über Wochen hinweg beschäftigt. Die Kampagne ist überschaubar und lässt sich relativ zügig durchspielen. Dafür bleibt das Tempo konstant hoch, und es gibt kaum Leerlauf.

 

Der Fokus liegt klar auf kurzen, intensiven Sessions. Genau wie früher: rein, spielen, durchballern – und vielleicht direkt noch eine Runde hinterher. Der Wiederspielwert entsteht dabei weniger durch neue Inhalte als durch das eigene Bedürfnis, besser zu werden, schneller zu reagieren und effizienter durch die Level zu kommen.

 

Wer also ein langes Abenteuer sucht, ist hier falsch. Wer hingegen genau dieses klassische Arcade-Gefühl will, bekommt es ziemlich direkt serviert.

 

 

Fazit

Ich sag’s, wie es ist: Machine Gun Fury will gar nicht mehr sein, als es ist.

Ein schnelles, direktes Arcade-Geballer ohne Schnickschnack. Und genau darin ist es gut. Es funktioniert, es macht Spaß und es trifft genau diesen Nerv von früher, den viele Spiele heute gar nicht mehr bedienen.

 

Aber: Wer mehr Tiefe, mehr Abwechslung oder echte Überraschungen erwartet, wird hier nicht fündig. Dafür ist das Konzept zu simpel und zu sehr auf Wiederholung ausgelegt.

 

Trotzdem – für zwischendurch, zum Abschalten oder einfach, um mal wieder sinnlos alles wegzuballern, ist das Ding genau richtig.

Kein großer Wurf. Aber ein ehrlicher.

 

 

 

🪄 Gesamtnote: 3 (Befriedigend)

 

 

🎨 Grafik: 3 (Befriedigend)
Stimmiger Retro-Look mit passenden Effekten, aber zu wenig visuelle Abwechslung.

 

🎧 Sound & Musik: 3 (Befriedigend)
Druckvoll und passend, bleibt aber selten im Gedächtnis.

 

🎮 Steuerung: 2 (Gut)
Präzise, direkt und genau so, wie es ein Arcade-Shooter braucht.

 

🕹️ Spielzeit: 3 (Befriedigend)
Kurz und intensiv, mit klassischem Wiederspielwert.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.