Retro Review
KKND Xtreme & KKND2: Krossfire
Veröffentlichung: 23. Juli 2020 auf Steam
Getestete Version: August 2026
Entwickler: Beam Software
Steam: KKND Xtreme · KKND2: Krossfire
Genres: Echtzeitstrategie
Herausgeber: Ziggurat Interactive
Zurück in die radioaktive Echtzeit-Hölle
Es gab eine Zeit, da reichten ein paar Ölfelder, zwei verfeindete Armeen und eine Computer-KI mit ausgeprägtem Hang zum unangekündigten Großangriff, um einen kompletten Abend zu fressen. 1997 schickte Beam Software Krush Kill 'n Destroy in den großen Echtzeitstrategiekrieg der Neunziger.
Das Vorbild Command & Conquer war kaum zu übersehen. Trotzdem entwickelte KKND genügend eigenen Wahnsinn, um nicht als bloßer Klon im nuklearen Staub zu verschwinden: schräge Briefings, groteske Mutanten, martialische Maschinen und ein Tempo, das gemütlichen Basisbau regelmäßig mit einem brennenden Bohrturm quittierte.
Fast dreißig Jahre später stehen KKND Xtreme und KKND2: Krossfire wieder auf Steam bereit. Seit dem großen Update vom 14. August 2026 laufen beide Spiele als neue Standardfassungen: mit Fenstermodus, Auflösungen bis 4K, deutscher Sprachausgabe, Fehlerkorrekturen und Online-Partien über Steam.
Ein Remake ist das nicht. Die Pixel, Regeln und Macken von damals sind weiterhin da - nur müssen wir heute nicht mehr erst einen alten Rechner aus dem Keller zerren.
Dass die Überarbeitung ohne erhaltenen Quellcode entstand, macht sie zu einem kleinen Stück digitaler Archäologie.
Für unseren Doppeltest zählt am Ende aber vor allem eine einfachere Frage: Trägt der alte Krieg noch, wenn die Nostalgie ihren ersten Angriff beendet hat?
Wir beginnen mit dem rohen Zweikampf aus KKND Xtreme und schicken anschließend in Krossfire auch noch schwer bewaffnete Landwirtschaftsroboter aufs Feld.
KKND Xtreme
Wenn sich die Bunkertüren öffnen
Im Jahr 2079 regnet es Atomsprengköpfe, mutagene Viren und andere ausgesprochen ungesunde Erfindungen. Ein Teil der Menschheit flüchtet tief unter die Erde. Die übrigen Überlebenden bleiben an der Oberfläche, verändern sich über Generationen und werden zu den Evolved.
Als die Bunkerbewohner 2141 wieder ans Tageslicht bohren, treffen zwei Gruppen aufeinander, die sich beide für die rechtmäßigen Erben des Planeten halten. Friedliche Koexistenz steht ungefähr so weit oben auf der Tagesordnung wie ein gemeinsamer Grillabend.
Die Survivors setzen auf Panzer, Gewehre und militärischen Größenwahn. Die Evolved ziehen mit Kriegsmastodons, Riesenskorpionen und anderem mutiertem Getier los. KKND erzählt daraus keine tiefschürfende Charaktergeschichte, sondern eine herrlich dreckige Rahmenhandlung für schwarzen Humor und zwei überzeichnete Fraktionen.
Gerade die Briefings geben dem Spiel mehr Persönlichkeit, als die knappe Handlung vermuten lässt.
Xtreme enthält die 30 Missionen des ursprünglichen KKND und 20 zusätzliche Einsätze, jeweils zehn pro Seite. Diese neuen Missionen bilden keine weitere zusammenhängende Kampagne, erhöhen den Einzelspielerumfang aber auf insgesamt 50 Einsätze.
Dazu kommt der KAOS-Modus für freie Gefechte gegen Computergegner und mit möglichen Verbündeten.
KKND Xtreme
Öl ins Feuer
Im Zentrum steht Öl. Ein Bohrfahrzeug wird auf einer schwarzen Pfütze zum Förderturm, Tanklaster pendeln zum Kraftwerk und aus dem Nachschub entstehen Gebäude, Forschung und Truppen. Das ist schnell verstanden und ebenso schnell sabotiert. Wer seine Versorgung nicht schützt, darf dem eigenen Kontostand beim Sterben zusehen.
Gebäude lassen sich einzeln aufwerten und schalten stärkere Einheiten frei. Kampferprobte Truppen steigen zu Veteranen auf, werden widerstandsfähiger und können sich schließlich selbst reparieren oder heilen. Versteckte Technologiebunker belohnen außerdem Spieler, die sich früh aus der eigenen Basis wagen.
Auf Seiten der Survivors rollen Anaconda-Panzer und Barrage-Fahrzeuge an, während die Evolved mit Raketenkrebsen, Kriegsmastodons und Skorpionen antworten. Funktional ähneln sich viele Gegenstücke, optisch könnten die Armeen kaum weiter auseinanderliegen.
KKND ist keine gemütliche Aufbausimulation mit gelegentlichem Kanonendonner. Die KI setzt auf Druck, Material und große Angriffswellen. Das sorgt für Tempo, lässt aber wenig Zeit für Fehler.
Dazu kommt eine Wegfindung, die gelegentlich mehr Krieg gegen die eigene Truppe führt als gegen den Feind. Gerade darin steckt bis heute der Reiz - und ein guter Teil des Frusts.
KKND Xtreme
Pixelstaub und Kriegsgeschrei
Grafisch bleibt Xtreme ein Kind seiner Zeit. Zerfallene Städte, ausgedörrte Ebenen und verseuchte Landschaften bilden eine stimmige Bühne, während die Einheiten mit vielen kleinen Animationen über den Boden rumpeln, krabbeln oder trampeln. Die höhere Auflösung macht das Bild sauberer, zeichnet aber nichts neu.
Ein Pixel bleibt ein Pixel, nur eben auf einem deutlich größeren Monitor.
Gerade die Gegensätze der Fraktionen halten die Optik lebendig: grauer Militärstahl trifft auf zusammengeflickte Behausungen und groteske Kreaturen. Dazu kommen digitalisierte Einheitensprüche, ruppige Effekte und die vollständige deutsche Sprachausgabe.
Die Briefing-Videos wirken billig, schräg und vollkommen aus der Zeit gefallen - also exakt so, wie sie wirken sollen.
Im Update wurde sogar der zuvor fehlende Pistolenschuss wieder hörbar gemacht. Keine Revolution, aber eine dieser wunderbar nerdigen Reparaturen.
KKND Xtreme
Alte Befehle in neuen Stiefeln
Die Bedienung war schon 1997 nicht der eleganteste Teil von KKND. Produktionsaufträge lassen sich bequem stapeln, doch Gruppenführung, Kameranavigation und größere Verbände erinnern schnell daran, wie viel Komfort das Genre später gelernt hat. Einheiten verkeilen sich, Umwege werden kreativ ausgelegt und nicht jeder Befehl endet dort, wo er sollte.
Das Update glättet Fehler, baut die Steuerung aber bewusst nicht zu einem modernen Strategiespiel um.
Dafür startet Xtreme heute erheblich unkomplizierter. Der neue Launcher bündelt Einstellungen, Alt+Enter schaltet in den Fenstermodus und Steam übernimmt Lobby sowie Spielersuche.
Reparierbare Bunker sind eine kleine spielerische Ergänzung. Der größere Gewinn liegt jedoch darin, dass Einzelspieler, KAOS und Mehrspieler wieder ohne größere Bastelstunde erreichbar sind.
Mit 50 Missionen steckt hier ohnehin mehr Endzeitkrieg drin, als der schmale Preis vermuten lässt.
KKND 2: Krossfire
Hundert Jahre nach dem Weltuntergang
Vierzig Jahre nach dem ersten Oberflächenkrieg versuchen es Survivors und Evolved im Jahr 2179 noch einmal. Beide Seiten haben aufgerüstet, beide halten sich weiterhin für die Krone der Schöpfung und beide übersehen zunächst, dass sich eine dritte Partei vorbereitet hat: die Series 9.
Diese Roboter wurden einst für die Landwirtschaft gebaut. Während andere Maschinenreihen in Städten oder Minen untergingen, überstanden die weit verbreiteten Agrarmodelle den Atomkrieg. Ohne Felder und Ernten verloren sie allerdings ihren Lebenszweck - und kamen zu dem nüchternen Schluss, dass die Menschheit daran schuld sein müsse.
Also studierten sie alte Waffenpläne, verwandelten Mähdrescher, Sämaschinen und Unkrautvernichter in Kriegsgerät und marschierten los. Es ist albern, böse und eine ziemlich perfekte Erweiterung des KKND-Humors.
Die 51 Einzelspielermissionen verteilen sich auf drei Kampagnen und eine nicht lineare Karte. Je nach gewähltem Weg stehen unterschiedliche Einsätze an. Die Geschichte bleibt auch hier eher Kulisse als Drama, profitiert aber von der dritten Fraktion und den animierten Briefings.
Krossfire fühlt sich dadurch weniger wie eine bloße Wiederholung und mehr wie der nächste absurde Krieg in derselben kaputten Welt an.
KKND 2: Krossfire
Drei Armeen, mehr Wege ins Verderben
Am Ölgeschäft ändert sich nichts Grundsätzliches: Quellen besetzen, Nachschub sichern, Gebäude verbessern und die gegnerische Wirtschaft zerlegen. Mobile Ölplattformen und alternative Energiequellen machen den Aufbau jedoch beweglicher. Auch die Armeen wachsen deutlich. Zu den Bodentruppen kommen für jede Fraktion Luft- und Amphibieneinheiten, wodurch Flüsse, Küsten und Umgehungswege plötzlich eine Rolle spielen.
Das Gelände ist mehr als Tapete. Höhen beeinflussen Reichweite und Bewegung, enge Stadtzüge eignen sich für Hinterhalte und zerstörbare Brücken können einen Angriff abschneiden oder die eigene Armee sehr effektiv auf der falschen Seite parken. Der echte Sichtbereich verbirgt feindliche Bewegungen wieder, sobald keine eigene Einheit hinschaut.
Wegpunkte sowie Befehle wie Patrouillieren, Verteidigen und Kämpfen bringen zusätzliche Kontrolle.
Besonders reizvoll ist der Bau eigener Prototypen, bei dem Fahrgestelle und Waffen kombiniert werden. Ganz frei ist das System nicht, aber es passt wunderbar zu einer Welt, in der gigantische Krebse gegen bewaffnete Landmaschinen antreten.
Krossfire ist dadurch abwechslungsreicher und taktischer als Xtreme. Gleichzeitig werden die Schlachten größer, voller und gelegentlich auch unübersichtlicher.
KKND 2: Krossfire
Mehr Farbe, mehr Bewegung, mehr Krawall
Krossfire wirkt sichtbar lebendiger. Wüste, Hochland und zerfallene Städte unterscheiden sich stärker, Brücken brechen unter Beschuss zusammen und die Einheiten besitzen mehr Details und Animationen.
Die vorgetäuschte räumliche Tiefe des Geländes unterstützt das Spielprinzip, ohne die klare isometrische Ansicht aufzugeben. Gegen moderne Strategieoptik hat das natürlich keine Chance. Als Pixelkunst besitzt es jedoch deutlich mehr Charakter als so mancher glattgebügelte Nachfolger.
Die Briefings wurden damals mit einer hauseigenen Gesichtsanimation beworben. Heute wirken die verzerrten Mienen eher wie ein merkwürdiger Fiebertraum, was erstaunlich gut zur Reihe passt. Jede Fraktion erhält außerdem eine eigene musikalische Farbe.
Das Update stellt fehlende Animationen wieder her und baut die Geräusche aus den ursprünglichen Studioaufnahmen neu auf. Zusammen mit der deutschen Sprachausgabe ist Krossfire akustisch die rundere der beiden Fassungen.
KKND 2: Krossfire
Größer, bequemer - aber nicht zahm
Mouse-over-Informationen, Wegpunkte und zusätzliche Befehle machen Krossfire zugänglicher als den Vorgänger. Ein modernes Interface sollte trotzdem niemand erwarten.
Große Verbände finden nicht immer den klügsten Weg und die KI kann innerhalb weniger Minuten von scheinbar schläfrig zu erbarmungslos wechseln.
Genau deshalb gingen die Urteile schon 1998 auseinander:
Die einen sahen eine beachtliche Computerintelligenz, die anderen vor allem Materialschlachten und einen ungleichmäßigen Schwierigkeitsgrad.
Der wichtigste Bonus des Updates steckt neben dem Online-Modus im Karteneditor. Er läuft nun auf 64-Bit-Systemen, während die verbesserte Mod-Unterstützung den Zugriff auf alte Spieldaten erleichtert. Damit bleibt Krossfire nicht nur eine umfangreiche Kampagne, sondern auch ein kleiner Baukasten für eine weiterhin aktive Fangemeinde.
Wer nur schnell eine nostalgische Mission spielen will, braucht das nicht. Für die langfristige Erhaltung ist es Gold wert.
Gemeinsames Fazit: Zwei Zeitkapseln mit geladenen Waffen
KKND Xtreme und KKND2: Krossfire kämpfen 2026 nicht um den Thron moderner Echtzeitstrategie. Dafür sind Steuerung, Wegfindung und Missionsrhythmus zu deutlich in den Neunzigern verankert. Ihre Stärke liegt woanders: Beide Spiele besitzen eine Identität, die selbst nach fast drei Jahrzehnten sofort wieder da ist. Öltransporter rattern durch Ruinen, Mutanten brüllen Befehle und irgendwo entscheidet sich ein Panzerverband geschlossen für den falschen Weg.
Xtreme ist der direktere und rauere Teil. Zwei klar erkennbare Parteien, schneller Basisbau und große Angriffswellen machen ihn leicht verständlich, aber auch berechenbarer. Krossfire setzt mit der Series 9, Luft- und Amphibieneinheiten, abwechslungsreicherem Gelände, eigenen Prototypen und dem Karteneditor deutlich mehr darauf. Es ist das vollständigere Spiel, ohne deshalb automatisch das gemütlichere zu sein.
Der Nostalgiebonus hilft bei Grafik, Videos und Bedienung, darf aber kein Freifahrtschein sein. Wo Einheiten hängen bleiben oder die KI den Schwierigkeitsgrad mit schierer Masse ersetzt, kostet das auch heute Punkte. Umgekehrt verdient die Überarbeitung Anerkennung, weil sie die Originale nicht glattbügelt, sondern wieder erreichbar macht. Online-Modus, deutsche Fassung, höhere Auflösungen und die bewahrte Legacy-Version sind genau die Ergänzungen, die eine solche Wiederveröffentlichung braucht.
Veteranen bekommen damit die derzeit beste offizielle Möglichkeit, zu KKND zurückzukehren. Neueinsteiger sollten wissen, worauf sie sich einlassen: Das hier ist kein Command & Conquer Remastered mit modernem Komfort, sondern ein alter, kantiger Krieg, der endlich wieder vernünftig auf heutigen Rechnern läuft. Wer damit leben kann, erhält zwei umfangreiche und erstaunlich eigenwillige Echtzeitklassiker. Wer unser Review bis hierhin gelesen hat, wird noch mal mit der Info für die Deutschsprachige Version belohnt.
Im Launcher darf die Version auf die deutsche Sprache gestellt werden. SUPER!!!
🪄 Gesamtwertung: 3 (Befriedigend)
🎨 Grafik & Stil: 3–4 (Befriedigend bis Ausreichend)
Die Endzeitoptik und das schräge Fraktionsdesign besitzen noch immer Charakter, wirken technisch aber deutlich angestaubt.
🎮 Gameplay & Steuerung: 3 (Befriedigend)
Der schnelle Basisbau und die taktischen Gefechte motivieren weiterhin. Wegfindung, Bedienung und fehlender Komfort sorgen jedoch regelmäßig für Frust.
🔊 Sound & Atmosphäre: 2–3 (Gut bis Befriedigend)
Markante Stimmen, schwarzer Humor und die wiederhergestellten Originaleffekte erzeugen eine herrlich schräge Endzeitstimmung.
📦 Umfang & Abwechslung: 2 (Gut)
Zusammen 101 Missionen, KAOS-Modus, drei Fraktionen, moderner Mehrspieler und ein Karteneditor liefern reichlich Beschäftigung.
🕰️ Langzeitmotivation & Nostalgie: 3 (Befriedigend)
Der Nostalgiebonus sitzt und alte KKND-Fans dürften sich sofort wieder heimisch fühlen. Jüngere Spieler brauchen für das betagte Spieldesign allerdings ordentlich Geduld.
KKND Xtreme und KKND 2: Krossfire besitzen noch immer Charme, Umfang und eine unverwechselbare Atmosphäre. Abseits der Nostalgie sind die fast drei Jahrzehnte jedoch deutlich zu spüren. Damit ist das Doppelpack vor allem etwas für Retro-Fans – und insgesamt eine befriedigende Rückkehr in die postapokalyptische Vergangenheit.
Bonus: Was die deutschen Magzine damals schrieben
Wer alte Wertungen nebeneinanderlegt, sieht schnell: KKND war nie der unumstrittene König der Echtzeitstrategie. Die Reihe bewegte sich zwischen großer Begeisterung und ziemlich trockenem Schulterzucken. Genau das macht den Rückblick interessant.
Der erste Krieg: KKND im Jahr 1997
Die PC Games gehörte zu den größten Fans und vergab 88 Prozent samt Award. Auch die PC Action lag mit 85 Prozent und Auszeichnung sehr hoch, während die Power Play auf 82 Prozent kam. Das ursprüngliche KKND galt damit vielerorts als ernstzunehmender Konkurrent zu Command & Conquer.
Bei der PC Player war die Stimmung gemischter. Jörg Langer vergab drei von fünf Sternen und kritisierte vor allem Bedienung, geringe spielerische Tiefe und die Vorliebe später Missionen für wenige starke Einheitentypen.
Trotzdem blieb ein klares Lob hängen: "Die Grafik wirkt schnuckelig, das Szenario angenehm verrückt." Kollege Michael Schnelle hob zusätzlich Endzeitstimmung und Humor der Briefings hervor. Schon damals standen also genau die Stärken und Schwächen im Raum, die heute noch auffallen.
Xtreme: mehr Missionen, weniger Begeisterung
Ein Jahr später war der Bonus der Neuauflage weitgehend verflogen. Die PC Games wertete Xtreme mit 78 Prozent im Einzelspieler und 80 Prozent im Mehrspieler, die PC Action kam auf 75 Prozent.
Die PC Player war mit 59 beziehungsweise 60 Prozent deutlich strenger.
Dort war von gegnerischen "Flutwellen aus Fleisch und Metall" die Rede. Die 20 neuen Missionen änderten nach Ansicht des Magazins zu wenig an KI, Grafik und Einheitenverhalten; am Ende lande Xtreme lediglich im breiten Mittelfeld des Genres.
Das ist für die heutige Einordnung wichtig: Auf Steam steht nicht nur das gefeierte Original, sondern ausgerechnet jene erweiterte Fassung, die damals schon als etwas angestaubt galt.
Krossfire: zwischen Gold-Award und 74 Prozent
Bei KKND2 gingen die Wertungen erneut weit auseinander. Die PC Action vergab starke 86 Prozent samt Gold-Award. Besonders hervorgehoben wurde "eine beachtliche KI", die "jede kleine Schwachstelle erbarmungslos ausnutzen" könne. Die Power Play folgte mit 83 Prozent und dem Fazit: "Vielleicht nicht das beste Spiel des Jahres - aber ein verdammt Gutes."
PC Games und PC Player landeten jeweils bei 76 Prozent. Die PC Player mochte das hohe Tempo, die taktischen Möglichkeiten und den weiterhin knackigen Schwierigkeitsgrad. Die GameStar blieb mit 74 Prozent am zurückhaltendsten, fasste das Spiel aber dennoch als "guten Mix aus Massenschlachten und Taktik" zusammen.
Diese Spanne erzählt viel über das Jahr 1998. Krossfire war größer, bunter und taktisch vielseitiger als sein Vorgänger. Gleichzeitig hatte StarCraft die Erwartungen an Kampagnen, Fraktionen und Bedienung gerade massiv verschoben. Ein gutes Echtzeitstrategiespiel reichte plötzlich nicht mehr automatisch für den Spitzenplatz.
Das war es.
ENDE :)













