Ereban: Shadow Legacy PS5 Review

Ereban: Shadow Legacy Preview Playstation 5

Veröffentlichung: 16. April 2026

 

Entwickler: Baby Robot Games

Plattformen: Steam, Xbox Series S/X Playstation 5

Herausgeber: Selecta Play

Getestet: Playstation 5

 

Zwischen Licht und Dunkelheit – Ereban auf der PS5

Mit Ereban: Shadow Legacy erwartet euch ein stilvoller Stealth-Plattformer, der klassische Schleicheinlagen mit rasantem Movement und einer frischen Schatten-Mechanik verbindet.

 

Was zunächst wie ein weiterer Genre-Vertreter wirkt, entpuppt sich schnell als überraschend eigenständiges Erlebnis mit klarem Fokus auf Tempo und Präzision.

 

Ich durfte die PS5-Version bereits vorab für RetroAktiv in Augenschein nehmen und sage euch, wie gut sich der Titel auf Sonys Konsole schlägt.

Gameplay – Steuerung, Abwechslung, Balancing

Das Herzstück von Ereban: Shadow Legacy ist die sogenannte Shadow-Merge-Mechanik.
Ayana kann mit Schatten verschmelzen, Wände hochgleiten und sich nahezu lautlos durch die Level bewegen.

Das Ergebnis: ein extrem flüssiges Movement.


Die Steuerung reagiert präzise und gibt jederzeit volle Kontrolle. Wer das Timing beherrscht, gleitet fast tänzerisch durch Gegnerpatrouillen und Sicherheitssysteme.
Zusätzlich eröffnen freischaltbare Fähigkeiten im Spielverlauf neue Wege durch die Level und fördern einen experimentellen Spielstil.

 

Das Spiel kombiniert Stealth, Plattforming und gelegentliche Action. Meist steht das heimliche Vorgehen im Mittelpunkt. Gegner können umgangen oder gezielt ausgeschaltet werden.
Die Level sind dabei bewusst offen gestaltet und bieten mehrere Lösungswege, was den Wiederspielwert spürbar erhöht.

 

Im letzten Drittel zeigt sich jedoch eine kleine Schwäche:
Die Gegnertypen variieren weniger stark als zuvor. Das Gameplay bleibt spaßig, doch die Überraschungsmomente nehmen etwas ab.

Technik – Performance, Ladezeiten, Bugs

Technisch präsentiert sich der Titel in bemerkenswert stabiler Form.
Die Framerate bleibt konstant, selbst in hektischeren Situationen. Ladezeiten sind kurz, insbesondere nach einem Tod.


Auch die Übergänge zwischen den Abschnitten verlaufen angenehm flüssig und unterbrechen den Spielfluss kaum.

 

Noch wichtiger:
Während des gesamten Testzeitraums traten keine Bugs oder technischen Fehler auf.

 

In einer Zeit, in der viele Releases mit Problemen kämpfen, wirkt Ereban dadurch ungewöhnlich sauber und ausgereift.

 

 

Sound & Atmosphäre – Musik, Stimmung, Immersion

Die Audio-Kulisse unterstützt das Gameplay effektiv.
Während Ayana unentdeckt bleibt, hält sich die Musik im Hintergrund. Sobald Gefahr droht, steigt der Druck hörbar an.

 

Diese dynamische Steuerung verstärkt die Spannung spürbar.
Die Soundeffekte der Schattenfähigkeiten fühlen sich dabei fast physisch an – jedes Verschmelzen mit der Dunkelheit hat einen markanten Klang und liefert direktes Feedback.


Auch Umgebungsgeräusche wie Maschinen, Schritte oder entfernte Alarmtöne tragen zur Orientierung und zur Spannung bei.

 

Das Ergebnis ist eine dichte, immersive Atmosphäre.

 

 

Grafik – Stil, Präsentation, Effekte

Visuell setzt das Spiel auf einen stark stilisierten Look, der intensiv mit Licht und Schatten arbeitet.


Gerade diese Dynamik macht das Spiel besonders: Schatten sind nicht nur Atmosphäre, sondern zentraler Bestandteil der Spielmechanik.


Die Kontraste sind dabei bewusst hoch gewählt, um spielerisch relevante Bereiche klar hervorzuheben.

Viele industrielle Innenareale erinnern an eine Retro-Future-Ästhetik, die stellenweise an die Fallout-Reihe denken lässt.


Beklemmende Räume, metallische Strukturen und eine sterile High-Tech-Atmosphäre erzeugen ein Gefühl von Isolation.

Auch das Gegnerdesign unterstützt diesen Eindruck. 

 

Einige Rüstungen erinnern entfernt an ikonische Powerrüstungen und sorgen für einen vertrauten Sci-Fi-Look.

 

Story & Charaktere – Handlung, Motivation, Pacing

Die Handlung folgt Ayana, der letzten Angehörigen der Ereban.


Sie kämpft gegen einen mächtigen Energiekonzern, der die Kontrolle über eine wichtige Ressource übernommen hat.

Die Geschichte erfüllt ihren Zweck und wird besonders im Intro wirkungsvoll eingeführt. 

 

Einige erzählerische Ideen bleiben jedoch eher konventionell.
Zwischensequenzen und kurze Dialoge lockern das Geschehen auf und liefern zusätzliche Hintergrundinformationen zur Spielwelt.

 

Ayana funktioniert als starke Hauptfigur, während die Gegenspieler vergleichsweise blass bleiben und wenig Profil entwickeln.

 

Das Story-Pacing bleibt dennoch angenehm kompakt und treibt die Handlung kontinuierlich voran.

Fazit

Ereban: Shadow Legacy überzeugt vor allem durch sein fantastisches Movement und die clevere Nutzung von Schatten als Spielmechanik.


Die Mischung aus Stealth-Gameplay, Plattforming und stilisierter Sci-Fi-Ästhetik funktioniert hervorragend.

Die Hauptstory lässt sich in etwa sieben Stunden abschließen.

 

Wer zusätzlich alle Nebenmissionen und optionalen Aufgaben erledigt, kann noch einige weitere Stunden investieren.

Technisch läuft das Spiel beeindruckend stabil – ohne Bugs, mit sauberer Performance und kurzen Ladezeiten.

 

Das Gesamtbild:
Ein atmosphärischer Stealth-Plattformer mit eigenständiger Mechanik und klarer Vision.

 

Ein Geheimtipp für Spieler, die Dishonored-artige Stealth-Ansätze mögen und gleichzeitig ein Retro-Future-Setting im Stil von Fallout schätzen.

 

 

 

 

🪄 Note: 2– (Gut)

 

🎨 Grafik:
Der Stil lebt stark von Licht und Schatten und passt perfekt zum Gameplay. Technisch kein Brett, aber sauber umgesetzt und mit genug Eigenständigkeit, um im Kopf zu bleiben.

 

🎧 Sound & Atmosphäre:
Funktioniert richtig gut. Die Musik hält sich zurück, wenn’s ruhig ist, und zieht an, sobald es brenzlig wird. Gerade die Sounds beim Verschmelzen mit Schatten geben gutes Feedback.

 

🕹️ Spielzeit:
Mit rund sieben Stunden ist die Story angenehm kompakt. Wer mehr sehen will, kann durch Nebenaufgaben noch etwas Zeit rausholen, ohne dass es sich künstlich streckt.

 

🎮 Steuerung & Gameplay:
Direkt, präzise und angenehm flüssig. Die Shadow-Mechanik macht einfach Spaß und sorgt für einen richtig guten Flow. Gegen Ende fehlt es ein wenig an Abwechslung, aber das fällt nicht zu stark ins Gewicht.

 

👥 Leveldesign & Abwechslung:
Die Level bieten mehrere Wege und lassen genug Raum zum Ausprobieren. Im letzten Drittel wird es bei den Gegnern etwas eintöniger, was man merkt, aber nicht wirklich stört.

 

📖 Story & Inszenierung:
Die Story ist solide, bleibt aber eher im Rahmen. Sie erfüllt ihren Zweck und wird ordentlich präsentiert, ohne große Überraschungen. Der Fokus liegt klar auf dem Gameplay.

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