Veröffentlichung: 04. Dezember 2025
Entwickler: Creative Assembly, Feral Interactive
Plattformen: PC
Genres: Rundenbasiertes Strategiespiel
Herausgeber: Sega, Feral Interactive, SEGA of America
Getestet: Steam
Einstieg ins kalte Wasser
Als Total-War-Fan der ersten Stunde, der fast alle Teile gespielt hat, war Total War: Warhammer 3 für mich dennoch ein Sprung ins kalte Wasser. Das Warhammer-Universum ist deutlich komplexer als die historischen Ableger, und gerade zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, mich in die vielen neuen Systeme und Besonderheiten einzuarbeiten.
Überforderung durch Einheitenvielfalt
Besonders die Vielzahl an Sondereinheiten und Spezialfähigkeiten wirkte anfangs unübersichtlich. Viele Einheiten erfüllen nicht nur eine klare Rolle, sondern bringen zusätzliche Effekte, Magie oder passive Boni mit, die man erst verstehen muss.
Ohne tiefere Lore-Kenntnisse hatte ich öfter das Gefühl, nicht genau zu wissen, wie ich meine Armee optimal einsetzen sollte.
Flugeinheiten als echter Gamechanger
Richtig positiv überrascht haben mich jedoch die Flugeinheiten. Sie fühlten sich frisch an und haben die Schlachten spürbar verändert. Gegnerische Fernkämpfer oder Artillerie gezielt aus der Luft anzugreifen, eröffnet ganz neue taktische Möglichkeiten, die man aus früheren Total-War-Teilen so nicht kannte.
Gerade diese Momente haben gezeigt, welches Potenzial im Warhammer-Setting steckt.
Stärken nach der Eingewöhnung
Sobald man sich an die vielen Besonderheiten gewöhnt hat, entfaltet Tides of Torment seine Stärken. Die neuen legendären Lords bringen Abwechslung und eigene Spielstile mit, die sich deutlich voneinander unterscheiden.
Der Einstieg ist zwar anspruchsvoll, doch für erfahrene Total-War-Spieler, die bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen, bietet der DLC interessante und spannende neue Erfahrungen.
Starke Präsentation und Technik
Grafisch macht Tides of Torment einen starken Eindruck. Die Einheitenmodelle sind detailliert, die Landschaften abwechslungsreich und die Kämpfe wirken dynamisch.
Effekte wie Feuer, Magie oder Staubwolken verstärken das Gefühl großer, lebendiger Schlachten. Besonders in Nahaufnahmen, wenn riesige Armeen aufeinandertreffen, sieht das Spiel beeindruckend aus.
Auf höheren Einstellungen lohnt es sich, Details und Schatten zu aktivieren, da sie die Atmosphäre spürbar aufwerten.
Fazit – Anspruchsvoll, aber lohnend
Tides of Torment erweitert Total War: Warhammer 3 um neue Fraktionen, Mechaniken und visuelle Eindrücke. Der Einstieg kann durch die Komplexität des Warhammer-Universums und die vielen Sondereinheiten herausfordernd sein, bietet dafür aber taktische Tiefe und Abwechslung. Insgesamt ein solides DLC, das vor allem Spielern mit Geduld und Interesse an neuen Spielsystemen viel zu bieten hat.
🪄 Note: 2 (Gut) ~ ( Mit viel Gutmütigkeit )
🕹️ Gameplay:
Taktisch tief, aber anfangs sperrig. Die vielen Spezialfähigkeiten, Magieeffekte und Einheitentypen verlangen Einarbeitung, belohnen dafür aber mit abwechslungsreichen Schlachten und neuen taktischen Optionen – vor allem durch Flugeinheiten und individuelle Lords.
⏱️ Spielzeit:
Hoch. Je nach Fraktion und Spielstil sind viele Stunden drin. Wer sich Zeit nimmt, Mechaniken zu verstehen und Kampagnen auszureizen, bekommt ordentlich Content. Ungeduldige Spieler könnten früher abspringen.
🎯 Motivation & Wiederspielwert:
Gut bis sehr gut. Unterschiedliche legendäre Lords, individuelle Spielstile und neue Mechaniken sorgen dafür, dass sich weitere Durchgänge lohnen – vorausgesetzt, man hat Spaß daran, sich einzuarbeiten.
🧠 Anspruch:
Hoch. Gerade ohne tiefere Warhammer-Lore ist der Einstieg fordernd. Das DLC richtet sich klar an erfahrene Total-War-Spieler oder solche, die bereit sind, sich intensiv mit Systemen und Feinheiten auseinanderzusetzen.




