Soma Review

Veröffentlichung: 24.07.2025

 

Entwickler: Frictional Games, Blitworks

Plattformen: Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, PC

Genres: Survival Horror, First-Person-Adventure

Herausgeber: Abylight Studios

Getestet: Nintendo Switch 2

2015 hat SOMA Spieler auf PC und PS4 in eine düstere Unterwasserwelt entführt, die weniger durch Jump-Scares als durch tiefsitzenden, existenziellen Horror beeindruckte. Zehn Jahre später ist das Spiel nun erstmals für eine Nintendo-Konsole verfügbar – mit einem kostenlosen Technik-Upgrade speziell für die Nintendo Switch 2.
Grund genug, diesen Sci-Fi-Psychotrip noch einmal zu erleben – oder zum ersten Mal zu entdecken. Doch funktioniert SOMA auch 2025 noch? Und wie gut schlägt sich das Spiel auf Nintendos neuer Hardware?

Die Geschichte – Einsamkeit unter Druck

Der kanadische Protagonist Simon Jarrett wird zu Beginn des Spiels einem Routine-Gehirnscan unterzogen – nur um kurz darauf in PATHOS-II, einer verlassenen Unterwasserstation, zu erwachen. Maschinen imitieren Menschen, Bewusstseine existieren als Datenfragmente, und die Menschheit scheint ausgelöscht.
SOMA konfrontiert den Spieler mit Fragen, die über das Medium Spiel hinausgehen: Was ist Bewusstsein? Wo beginnt Identität – und wo hört sie auf? Die Story wirkt auch heute noch intensiv, vielschichtig und vor allem: unangenehm nah an aktuellen KI-Diskussionen.

Reduktion als Stärke

SOMA ist kein typisches Horrorspiel: Es gibt keine Waffen, keine Kämpfe, keine Level-ups. Stattdessen erkundet man die Station, löst kleinere Rätsel und versucht, Kreaturen aus dem Weg zu gehen.
Dieses entschleunigte Gameplay funktioniert auch auf der Switch 2 erstaunlich gut – sowohl im Handheld- als auch im Docked-Modus. Die Steuerung wurde sauber umgesetzt, und obwohl Touchscreen- oder Bewegungsfeatures fehlen, bleibt alles angenehm direkt. Der Fokus liegt klar auf Atmosphäre und Erzählung.

Keine neue Version, aber klar verbessert

Die Switch-2-Version von SOMA basiert technisch auf dem Port für die ursprüngliche Switch, wurde aber mit einem kostenlosen Update gezielt optimiert. Spieler profitieren von einer stabileren Bildrate, deutlich kürzeren Ladezeiten und überarbeiteten Lichteffekten.
Im Docked-Modus läuft das Spiel mit höherer Auflösung, Handheld-Spieler freuen sich über sattere Farben auf dem OLED-Screen der Switch 2. Zwar handelt es sich nicht um ein vollständiges Remaster, aber die technische Qualität liegt spürbar über früheren Konsolenversionen.

So klingt Einsamkeit

SOMA lebt vom Sound. Das Brummen der Maschinen, das ferne Knacken in den Rohren, die verzerrten Funksprüche – all das schafft eine akustische Kulisse, die tief unter die Haut geht.
Auch ohne neues Audio-Remaster entfaltet das Spiel auf der Switch 2 seine volle Wirkung. Mit Kopfhörern wird es besonders intensiv – gerade in ruhigen Momenten, wenn man dem eigenen Atem lauscht und hofft, dass man nicht doch gleich entdeckt wird.

Ein Klassiker, der sich treu bleibt

SOMA ist kein Spiel für Zwischendurch. Es ist ein Werk, das fordert – emotional, intellektuell, atmosphärisch. Wer sich darauf einlässt, bekommt auch auf der Switch 2 ein außergewöhnliches Erlebnis geboten.
Technisch sauber, erzählerisch stark und noch immer unbequem: Diese Version beweist, dass Spiele altern können – aber nicht alt werden müssen.

 

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