Drill Core
Veröffentlichung: 17.Juli 2025
Entwickler: Hungry Couch Games
Plattformen: PC
Genres: Computer-Strategiespiel, Roguelite
Herausgeber: tinyBuild
Strategie, Bauoptionen und Fortschritt
Drill Core hat mich komplett gepackt – so sehr, dass dieses Review viel später kommt als geplant. Warum? Weil ich jedes Mal, wenn ich an das Spiel denke, direkt wieder Lust bekomme, weiterzuspielen. Der Mix aus Base-Building, Roguelite und Colony-Sim funktioniert einfach perfekt.
Du leitest eine Bohrmission mit dem Ziel, eine bestimmte Tiefe zu erreichen. Während des Bohrens sammelst du verschiedene Währungen, die du für Waffen-Upgrades und Skills benötigst. Die Waffen sind wichtig, um nachts Feinde abzuwehren, während Skills dafür sorgen, dass du schneller und tiefer bohren kannst. Hier entsteht ein ständiger Balanceakt: Soll ich mich defensiv wappnen oder alles ins Vorankommen investieren?
Bohrspaß mit Suchtfaktor
Auf deiner Bohrplattform kannst du unterschiedliche Gebäude errichten. Mehr Unterkünfte bedeuten mehr Arbeiter, während Upgrade-Gebäude die Leistungsfähigkeit deines Teams steigern. Dank der Möglichkeit, Gebäude aufeinander zu stapeln, wird Platz nie zum Problem – allerdings steigen die Baukosten mit jeder zusätzlichen Etage.
Es gibt drei Währungen, die während der Runs und nach Missionsende gesammelt werden. Sie sind für permanente Upgrades gedacht. Gelb und Grün sind relativ leicht zu bekommen, aber die lila Ressource ist rar und macht den Fortschritt langsamer – was aber eher motiviert als frustriert. Zusätzlich kannst du neue Gebäudetypen freischalten, indem du bestimmte Ziele erfüllst. Das sorgt für Langzeitmotivation und macht den Roguelite-Aspekt richtig spannend.
Die Achievements sind größtenteils fair, allerdings gibt es aktuell einige sehr grindlastige Herausforderungen wie „Plattform-Level 50“ oder „Tag 150 unter der Erde“. Besonders Letzteres ist schwierig, da es noch keine Speicherfunktion während der Runs gibt. Ich hoffe, dass dieses Feature nachgereicht wird.
Fazit: Jetzt schon stark, aber mit Potenzial nach oben
Eigentlich ist dieses Genre nicht so meins – Roguelites und Basenbau packen mich normalerweise nicht besonders. Trotzdem muss ich sagen: Drill Core hat mich positiv überrascht. Ich verstehe absolut, warum dieses Spiel so süchtig machen kann, denn die Mischung aus taktischem Bauen, cleverem Ressourcen-Management und stetigem Fortschritt ist hervorragend umgesetzt.
Durch die vielen Möglichkeiten, neue Gebäude, permanente Upgrades und die motivierenden Ziele ist hier jede Menge Tiefe geboten. Wer auf dieses Genre steht, bekommt mit Drill Core ein Spiel, das kaum Wünsche offenlässt. Für Fans von Roguelites und Colony-Sims ist das definitiv ein Must-Play. ----->Steamlink<-----
Ominous Stew
Veröffentlichung: 23.Juni.2025
Entwickler: bloomgeist
Plattformen: PC
Genres: Simulation, Multiplayer
Herausgeber: Catoptric Games
Rasante 1‑gegen‑1-Kochduelle in zwei Modi
Ominous Stew bietet intensive Duelle, die im Story-Modus oder im Versus-Modus gespielt werden können. Der Story-Modus umfasst 5 Kapitel mit insgesamt 94 Leveln und bietet rund acht Stunden Spielzeit, solo oder lokal zu zweit. Der Versus-Modus richtet sich an direkte Matches mit Freunden, lokal oder über Remote Play Together.
Die Runden sind kurz und intensiv, dauern meist zwischen drei und sieben Minuten – ideal für schnelle Sessions.
Freies Kochen, clevere Sabotage und anspruchsvolle Levelgestaltung
Anstatt festen Rezepten zu folgen, kombinierst du Zutaten frei, um Zielwerte in Nährstoffkategorien wie Protein oder Stärke zu erreichen. Über 100 Zutaten und 16 Nährstofftypen sorgen für kreative Freiheit und strategische Tiefe.
Für gute Gerichte erhältst du Energie, um „Foodji“-Angriffe auszulösen – Spezialaktionen, mit denen du aktiv die Küche deines Gegners sabotierst, etwa durch Feuerwände oder Hindernisse.
Die Level sind voll mit dynamischen Herausforderungen: enge Wege, Plattformen über Feuerzonen und bewegliche Elemente sorgen für Chaos und erfordern schnelle Reaktionen.
Große Vielfalt und langfristiger Spielreiz
Zur Auswahl stehen sechs unterschiedliche Kochcharaktere mit eigenen Bewegungsfähigkeiten wie Dash oder Table Riding, was den Spielstil spürbar beeinflusst.
Dazu kommen 15 verschiedene Spezialangriffe und mehrere Achievements, die für Motivation sorgen. Durch die Vielzahl an Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten bleibt das Gameplay abwechslungsreich und lädt zum Experimentieren ein.
Fazit: Ein durchdachtes Konzept mit viel Potenzial
Ominous Stew vereint kreatives Kochen, schnelle Duelle und taktische Sabotage zu einem stimmigen Gesamtpaket. Obwohl ich selbst nicht zur Kernzielgruppe dieses Genres gehöre, erkenne ich die Qualität und die cleveren Designentscheidungen deutlich: abwechslungsreiche Level, eine hohe Lernkurve und ein klarer Fokus auf Wettbewerbs-Action.
Wer chaotische Multiplayer-Spiele mit strategischem Anspruch mag, findet hier ein Spiel, das nicht nur Spaß macht, sondern auch langfristig motiviert. Für Fans von Party- und Kochduellen ist Ominous Stew fast schon Pflicht.
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Everdeep Aurora
Veröffentlichung: 10.Juli.2025
Entwickler: Nautilus Games
Plattformen: PC, Nintendo Switch
Genres: Computer-Strategiespiel, Adventure
Herausgeber: Ysbryd Games
Stille Tiefe, große Wirkung
Manche Spiele überfallen dich mit Action, andere bleiben einfach hängen. Everdeep Aurora gehört klar zur zweiten Kategorie. Entwickelt vom Zwei-Mann-Studio Nautilus Games und veröffentlicht von Ysbryd Games, erscheint es am 10. Juli 2025 für PC und Switch. Und ehrlich: Es ist kein typisches Abenteuer – eher ein leises Erlebnis, das langsam wächst.
Graben statt Kämpfen – Gameplay mit Flowl
Keine Waffen, keine Explosionen – nur du, dein Bohrer und die Neugier, was unter der Erde wartet. Klingt simpel, ist aber erstaunlich fesselnd. Du bestimmst selbst den Weg, entdeckst versteckte Räume, kleine Rätsel und triffst Figuren, die mit wenigen Worten viel sagen.
Das Graben fühlt sich gut an: Shell steuert sich flüssig, der Bohrer reagiert direkt. Neue Biome, Lichteffekte und Musik halten die Motivation hoch. Das Spieltempo ist ruhig, aber nie langweilig – weil hinter jeder Erdschicht etwas Unerwartetes lauern könnte.
Story zwischen Zeilen – klein, aber fein
Die Ausgangslage: Shell, eine katzenartige Heldin, sucht nach einem Meteoritenschauer ihre Mutter. Klingt schlicht – doch die Geschichte entfaltet sich in kleinen Momenten. Dialoge sind knapp, treffen aber. Wer sich Zeit nimmt, spürt eine melancholische Note, ohne dass das Spiel je kitschig wirkt. Es zwingt dich nicht, die Story zu konsumieren – sie findet dich, wenn du willst.
Pixel, die Atmosphäre atmen
Everdeep Aurora setzt auf liebevoll gestaltete Pixelwelten, die wie gemalte Farbfelder wirken. Jedes Gebiet hat seinen eigenen Ton, von kühlen Violettschatten bis zu warmem Orange. Licht, Musik und minimalistisches UI erzeugen einen Retro-Vibe, ohne altbacken zu wirken.
Fazit: Kein Krawall, nur Klasse – und das ist gut so
Everdeep Aurora ist ein Spiel, das bewusst leise bleibt. Keine Explosionen, keine epischen Bosskämpfe, keine Loot-Spirale – und gerade das macht es so besonders. Es richtet sich nicht an Spieler, die Action oder ständige Belohnungsreize suchen. Stattdessen belohnt es Neugier, Geduld und die Freude am Entdecken.
Das Gameplay ist simpel, aber befriedigend: Graben, erkunden, innehalten. Was auf dem Papier banal klingt, entfaltet eine fast meditative Wirkung. Die Welt wirkt lebendig, ohne laut zu sein. Die Musik begleitet dezent, die Farbwechsel schaffen Stimmungen, die hängen bleiben. Und dann sind da diese kleinen Begegnungen mit NPCs, die oft nur wenige Worte verlieren – aber dafür mit Bedeutung.
Natürlich gibt es auch Punkte, die nicht jedem gefallen: Wer ein schnelles Tempo oder unmittelbare Spannung erwartet, wird hier nicht glücklich. Manche mögen die Story für zu vage halten. Doch wer sich darauf einlässt, entdeckt ein Spiel, das mehr über Atmosphäre und leise Emotionen erzählt als über Worte.
Am Ende fühlt sich Everdeep Aurora an wie ein gutes Buch, das man nicht durchhetzt, sondern in Ruhe liest – eines, das keine großen Gesten braucht, um Wirkung zu entfalten. Ein Spiel, das Mut hat, anders zu sein. Und genau das macht es in einer lauten Spielewelt so wertvoll.
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