Citadelum Switch 2 Review
Veröffentlichung: 22. Januar 2026 ( Nintendo Switch 2)
Entwickler: Abylight Barcelona, Abylight S.L.U.
Plattformen:Microsoft Windows, Xbox Series, Nintendo Switch 2
Genres: Computer-Strategiespiel, Simulationscomputerspiel, Indie Game, Strategy
Herausgeber: Abylight Studios
Citedelum (Nintendo Switch 2) – Review
Citadelum bringt klassischen Städtebau in römischem Gewand auf die Nintendo Switch 2 – und das überraschend souverän. Statt Technik-Showcase setzt das Spiel auf Übersicht, klare Systeme und einen angenehm entschleunigten Spielfluss. Genau das passt perfekt zur neuen Hardware: egal ob gemütlich im Handheld oder entspannt auf dem Sofa am Fernseher.
Steuerung & Bedienung
Die größte Sorge bei Aufbau-Spielen auf Konsole ist meist die Steuerung – hier unbegründet. Citadelum wurde sichtbar auf Controller-Bedienung zugeschnitten. Menüs sind logisch verschachtelt, Aktionen schnell erreichbar, Bau- und Verwaltungsprozesse laufen flüssig von der Hand.
Im Handheld-Modus wirkt alles direkt und intuitiv, am TV profitiert man von guter Lesbarkeit und klaren Symbolen. Man merkt: Das Spiel will gespielt werden, nicht bedient.
Einschränkung: Eine Maus-Unterstützung fehlt aktuell noch. Diese wurde für kommende Updates in Aussicht gestellt, ist zum Start aber nicht verfügbar. Für Genre-Puristen wäre das ein Bonus – notwendig ist sie dank der guten Controller-Umsetzung jedoch nicht.
Spielgefühl: Handheld vs. TV
Citadelum ist ein echtes „Noch-eine-Runde“-Spiel. Im Handheld-Modus entfaltet sich ein ruhiger, fast meditativer Flow: Stadt planen, Ressourcen ausbalancieren, kleine Optimierungen vornehmen – perfekt für kurze Sessions.
Am Fernseher fühlt sich das Ganze größer, strukturierter und strategischer an. Beide Spielweisen funktionieren gleich gut, ohne dass man das Gefühl hat, Kompromisse einzugehen.
Genau diese Flexibilität ist eine der größten Stärken der Switch-2-Version.
Städtebau & Wirtschaft – das eigentliche Herzstück
Hier zeigt Citadelum, warum es funktioniert. Der Städtebau folgt klassischen Prinzipien, wirkt aber nie altbacken. Wohnhäuser brauchen Nahrung, Wasser, Arbeitsplätze und Infrastruktur, während Produktionsketten logisch ineinandergreifen. Nichts fühlt sich willkürlich an – jede Entscheidung hat nachvollziehbare Konsequenzen.
Besonders positiv fällt auf, wie gut das Spiel mit Tempo umgeht. Es hetzt dich nicht, setzt aber ständig kleine Anreize zur Optimierung. „Ich baue nur noch schnell eine Mühle“ endet regelmäßig darin, dass man Handelsrouten neu sortiert, Lager umstrukturiert und Wohnviertel umbaut. Genau dieser schleichende Sog macht den Reiz aus.
Dabei bleibt Citadelum zugänglich. Neue Mechaniken werden verständlich eingeführt, ohne Tutorials zu überfrachten. Wer nur entspannt bauen will, kann das tun.
Wer effizient wirtschaften, Engpässe minimieren und seine Stadt perfektionieren möchte, bekommt genug Stellschrauben dafür. Die Balance zwischen Anspruch und Gemütlichkeit sitzt.
Götter, Quests & Verwaltung – optionale Tiefe statt Zwang
Zusätzlich zum reinen Städtebau bringt Citadelum mehrere Meta-Ebenen ins Spiel: Götterverehrung, Quests, gesellschaftliche Anforderungen und Verwaltungsentscheidungen. Diese Systeme erweitern das Spiel sinnvoll, ohne den Kern zu erdrücken.
Die Göttermechanik sorgt für kleine strategische Entscheidungen: Opfergaben bringen Boni, Vernachlässigung kann Nachteile haben. Das ist kein Hardcore-Management, aber genau richtig dosiert, um Abwechslung zu schaffen. Quests geben klare Ziele vor, lockern das freie Spiel auf und sorgen dafür, dass man nicht nur ins Blaue hinein optimiert.
Wichtig: Nichts davon fühlt sich wie Pflicht an. Citadelum lässt dem Spieler Raum, Prioritäten zu setzen. Wer sich auf Wirtschaft und Stadtlayout konzentrieren will, kann Zusatzsysteme eher beiläufig mitlaufen lassen.
Wer Abwechslung sucht, bekommt Struktur und Herausforderungen.
Diese Freiheit passt hervorragend zum entspannten Spielgefühl – besonders im Handheld-Modus.
Expansion & Konflikte
Citadelum bietet auch militärische Aspekte und Expansion über die eigene Stadt hinaus. Armeen lassen sich aufstellen, Konflikte austragen und Gebiete sichern. Das Ganze ist solide umgesetzt, bleibt aber klar zweitrangig.
Die Kämpfe sind kein Selbstzweck, sondern dienen dazu, den Städtebau zu ergänzen. Sie liefern Ressourcen, sichern Handelswege oder eröffnen neue Möglichkeiten – dominieren aber nie das Spielgeschehen. Wer hier tiefgehende Schlachtentaktik erwartet, wird nicht abgeholt. Wer Städtebau mit leichtem strategischem Unterbau sucht, schon.
Gerade auf der Switch 2 ist das eine kluge Entscheidung. Statt komplizierter Echtzeit-Gefechte bleibt alles übersichtlich, kontrollierbar und gut mit Controller spielbar. Expansion fühlt sich sinnvoll an, ohne den Fokus vom eigentlichen Kern – dem Aufbau – zu nehmen.
Fazit
Citadelum ist auf der Nintendo Switch 2 genau das, was man sich von einem Aufbau-Spiel auf dieser Plattform wünscht: ruhig, übersichtlich, motivierend.
Die Steuerung funktioniert hervorragend mit Controller, das Spiel lädt zu kurzen wie langen Sessions ein und fühlt sich sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus richtig an.
Jedoch freuen wir uns auf die Versprochende Mausunterstützung.
Der Städtebau überzeugt durch Klarheit und Tiefe, Zusatzsysteme bringen Abwechslung ohne Stress, und selbst militärische Elemente bleiben angenehm bodenständig. Die aktuell noch fehlende Maus-Unterstützung ist der einzige echte Kritikpunkt – vor allem für Genre-Veteranen –, fällt im Alltag aber weniger ins Gewicht, als man erwartet.
Unterm Strich ist Citadelum kein lauter Titel, sondern ein beständiger. Einer, der sich langsam festsetzt, Zeit frisst und genau deshalb so gut zur Switch 2 passt. Wenn das versprochene Update zur Maussteuerung kommt, wird aus einem sehr guten Aufbau-Spiel ein rundum komfortables.
🪄 Note: 2 (Gut)
🎨 Grafik:
funktional und übersichtlich statt spektakulär – genau richtig für Städtebau. Klare Strukturen, gut lesbare Menüs und saubere Darstellung sowohl im Handheld-Modus als auch am Fernseher. Technisch unspektakulär, aber zweckmäßig und stimmig.
🎧 Sound & Musik:
zurückhaltend und atmosphärisch. Die Musik untermalt das Geschehen angenehm, ohne zu nerven oder sich aufzudrängen. Soundeffekte erfüllen ihren Zweck, bleiben aber bewusst dezent – passend zum ruhigen Spieltempo.
🕹️ Spielzeit:
sehr hoch, vor allem durch den starken „Nur-noch-eine-Runde“-Effekt. Citadelum lädt zum entspannten Optimieren ein und eignet sich sowohl für kurze Handheld-Sessions als auch für lange Abende am TV. Wer maximale Herausforderung sucht, findet sie eher im Detail als im Druck.
🎮 Steuerung:
eine der großen Stärken der Switch-2-Version. Die Controller-Bedienung ist durchdacht, logisch aufgebaut und überraschend präzise für ein Aufbau-Spiel. Im Handheld spielt sich Citadelum besonders angenehm. Die aktuell noch fehlende Maus-Unterstützung bleibt der einzige spürbare Schwachpunkt.
🎯 Motivation & Wiederspielwert: HOCH!
Der Städtebau motiviert durch stetige kleine Fortschritte, sinnvolle Optimierungen und optionale Zusatzsysteme wie Quests oder Göttermechaniken. Durch unterschiedliche Spielstile bleibt Citadelum auch langfristig interessant.






